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Web-basierte Patientenfragebögen

Web-basierte Patientenfragebögen am Beispiel von psychotherapeutischen Studien

Für Forschungsfragen in psychotherapeutischen Studien kommen häufig patientenzentrierte Assessments zum Einsatz, bei denen Befragungen unmittelbar an die Patienten gerichtet sind. Dabei erfolgt eine unmittelbare Befragung des Patientenzustands über Patientenfragebögen, die von den Patienten selbst ausgefüllt werden. Die ausgefüllten Fragebögen müssen dann zur statistischen Auswertung in entsprechende Datenbanken oder Eingabedateien statistischer Auswertungssysteme übertragen werden. Dies erfolgt traditionell mittels manuellel Übertragung in eine Datenbank durch Dokumentationskräfte oder aber durch die Verwendung von maschinenlesbaren Fragebögen und deren Einlesen in eine Datenbank mittels Markierungsbelegleser. Da beide Varianten hinsichtlich Kosten und Datenqualität Optimierungspotential bieten, stellte sich die Frage, ob es möglich sei, existierende Studiensysteme (RDE-Systeme) mit einer Funktion zur patientenbasierten Selbsteingabe auszustatten, damit – unter Beachtung der Datenschutzauflagen – eine direkte Online-Patientenselbsteingabe für derartige Fragebögen ermöglicht wird.

Ziel des aktuell beantragten Projektes war es deshalb, zunächst einen möglichst vollständigen Überblick über ähnliche Einsatzszenarien mit „aktiv eingebundenen“, selbst dokumentierenden bzw. auch selbst Zugriffsrechte verwaltenden Patienten zu bekommen. Im Sinne einer Bedarfsanalyse wurden anschließend zukünftig benötigte neue Anforderungen an Zugriffs-/Rollenkonzepte von RDE-Systemen erarbeitet (Kriterienkatalog) und damit eine Marktanalyse durchgeführt.

Das Ergebnis des Projektes zeigte, dass verschiedene kommerzielle Anbieter zwar behaupteten ihr RDE-System würde diese Funktionalität bereits beinhalten, dass dies aufgrund der schriftlich beantworteten An-forderungskataloge aber nicht im Detail nachvollzogen werden konnte (zumal Nutzern dieser Programme aus der TMF-Mitgliedschaft diese Funktionen noch nicht kannten). Es wurde deshalb der TMF empfohlen, diese Anbieter zu einer eTrial-Challenge einzuladen, in der sie ihre Systeme in Bezug auf diese Fragestellung anhand eines vorgegebenen Szenarios demonstrieren könnten.