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eHealthMonitor

 

logo-ehmDas EU-geförderte Projektvorhaben eHealthMonitor hat zum Ziel, individualisierte, elektronische Gesundheitsdienstleistungen für den Bürger bereitzustellen und so die Versorgungsqualität und die Akzeptanz des Bürgers für diese Art Dienstleistung zu verbessern. Dazu stellt eHealthMonitor verschiedenen Nutzergruppen eine webbasierte Plattform zur Verfügung. Dort wird ein persönlicher (Personal Knowledge Space = PeKS) eingerichtet, der bereits existierende Wissensquellen wie z.B. Informations-Webseiten, elektronische Gesundheits- und Patientenakten oder auch Daten medizinischer Geräte sinnvoll zusammenführt und kontext-bezogen präsentiert.

Methodisch wird hierzu eine Kombination aus Knowledge-Engineering-Methoden, semantischen Technologien und Multiagentensystemen verwendet, um eine softwarebasierte Rahmenstruktur zu entwickeln, die auf individuellen Bedarf und verschiedene Nutzergruppen angepasst werden kann.

Durch die Bereitstellung individualisierter Information im passenden Handlungskontext möchte eHealthMonitor die Kommunikation zwischen verschiedenen Handlungsträgern (z.B. Ärzte, Patienten, Angehörige, Pflegekräfte) im Versorgungs- und Präventionsprozess erleichtern und bereichern. Damit soll erreicht werden, dass mittels elektronischer Gesundheitsdienste vermehrt partizipative und informierte Entscheidungen in Bezug auf die Behandlung und Vermeidung von Krankheiten getroffen werden können.

Die Evaluierung des Konzeptes im realen Krankheitsgeschehen erfolgt anhand zweier Krankheitsbilder, die relevante und kostenintensive Gesundheitsprobleme in der EU betreffen. Zu diesem Zweck wurden im Bereich der Demenz und der kardiovaskulären Erkrankungen typische Handlungsszenarien erstellt. Ergänzt werden diese Anwendungsfälle durch ein Szenario, in dem der Präventionsgedanke von COPD-Erkrankungen im Vordergrund steht.

Insgesamt sind am eHealthMonitor-Projekt neun Partner aus fünf europäischen Ländern beteiligt, die Kompetenzen aus Forschung, industrieller Software- und Medizingeräteentwicklung und medizinischer Versorgung einbringen. Der Lehrstuhl für Medizinische Informatik bildet dabei vorrangig die fachliche Schnittstelle zwischen medizinischen und technischen Partnern und hat seine Arbeitsschwerpunkte daher insbesondere bei folgenden Forschungsthemen:

  • Anforderungsanalyse in der Softwareentwicklung von Gesundheits-IT
  • Re-Modellierung konventioneller Patient-Arzt-Interaktionsformen und Übertragung von Entscheidungsprozessen mit menschlichen Handlungsträgern auf elektronische Gesundheitsdienste (Shared-Decision-Making-Modell)
  • Erforschung der Nutzerkompetenz (e-Health Literacy) von Bürgern im Umgang mit elektronischen Gesundheitsdiensten und der Akzeptanz (Technology Acceptance) als Indikatoren für die Effektivität elektronischer Gesundheitsdienste auf europäischer Ebene

Information

Laufzeit: 11/2011-10/2014

Förderer: EU ICT FP7 287509

Partner

  • University of Hohenheim
  • BOC Asset Management GmbH
  • SELEX Elsag S.P.A
  • Foundation for Research and Technology Hellas
  • MEDICALgorithmics S.A
  • Universitätsklinikum Erlangen
  • Kardiosystem Sp. z.o.o
  • DEMCO Insurance Ltd.