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Lehre

Medical Process Management

 

Hintergrund

Das deutsche Gesundheitswesen ruht auf den vier Säulen Prävention, Akutmedizin (getrennt in ambulant und stationär), Rehabilitation und Pflege. Eine Gemeinsamkeit dieser Segmente ist ihre funktionale Organisationsstruktur. Der Hauptvorteil einer funktionalen Struktur ist die Spezialisierung. Die Nachteile folgen aus der Spezialisierung: durch eine weit gehende Arbeitsteilung erhöht sich die Zahl der Schnittstellen und damit der Koordinationsaufwand. Darunter leiden sowohl die Produktivität als auch die Kundenorientierung.

Diese Probleme haben viele Wirtschaftsunternehmen durch die Einführung von Geschäftsprozessmanagement erfolgreich gemeistert. Darunter versteht man ein integriertes Konzept von planerischen, organisatorischen und kontrollierenden Maßnahmen zur zielorientierten Steuerung der Wertschöpfungskette eines Unternehmens hinsichtlich Zeiten, Qualität und Kosten. Es ist auf eine Erfüllung der Bedürfnisse der Kunden und anderer Interessengruppen (Mitarbeitende, Kapitalgeber, Eigentümer, Lieferanten, Partner) ausgerichtet und trägt wesentlich dazu bei, die strategischen und operativen Ziele des Unternehmens zu erreichen.

Masterstudiengang Medizinisches Prozessmanagement

Ziel der Ausbildung sind vertiefte Kenntnisse medizinischer Zusammenhänge, integrierter Behandlungsabläufe, des Gesundheitswesens und des Geschäftsprozessmanagements in der Gesundheitswirtschaft sowie grundlegender Fächer wie Qualitäts- und Risikomanagement, Finanzmanagement, Medizinische Informatik, Kommunikation und Kooperation. Absolventen dieses Studiengangs werden in der Lage sein, institutions- und berufsgruppenübergreifende Abläufe zu analysieren, planen, implementieren und steuern.

Sie entwickeln sowohl Prozesse im Krankenhaus als auch integrierte medizinische Pfade über Sektorengrenzen hinweg unter den Gesichtspunkten Qualität, Effizienz und Patientenorientierung und begleiten deren Einführung und ständige Verbesserung. Die Studierenden werden auf eine Schlüsselfunktion bei der Gestaltung und Koordination von Strukturen und Prozessen für die medizinische Beratung, Diagnostik und Behandlung in allen Bereichen des Gesundheitswesens vorbereitet.

Kurzprofil

Medical Process Management ist ein nichtkonsekutiver Masterstudiengang, der in vier Semestern zum Master of Science führt. Er beginnt jährlich zum Wintersemester und vereint die Gebiete Medizin und Gesundheitswesen mit dem Geschäftsprozessmanagement in der Gesundheitswirtschaft. Es handelt sich um ein Vollzeitstudium.

Zielgruppen

Studierende mit einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss (Bachelor, Diplom oder gleichwertiger Abschluss) in:

  • Naturwissenschaften, z.B. Biomedizin, Humanbiologie, Medizinische Physik
  • Informatik, Technik oder Ingenieurwesen, z.B. Biotechnik, Biomedizinische Technik, Biomedical Engineering, Clinical Engineering, Medical Engineering, Medizintechnik, Medical Technology, Medizinische Informatik, Computational Life Science
  • Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften, z.B. Gesundheitsökonomie, Business and Health Economics, Health Care Management, Wirtschaftsingenieur mit einschlägigem Studienschwerpunkt
  • Medizin, Zahnmedizin oder Molekulare Medizin

Zulassungsmodus

  • Voraussetzung: Bachelor, Diplom oder gleichwertiger Abschluss
  • Bewerbungsfrist ist jeweils der 15. Juli zum folgenden Wintersemester
  • Zulassung durch die Zulassungskommission des Studiengangs
  • Anrechnung von Vorleistungen im Einzelfall durch die Prüfungskommission