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Knowledge Management for integrated Clinical Decision Support

3. Juni 2014, ab 12:30

Die Zielsetzung des Vortrages ist es, einen Überblick zu Klinischem Wissensmanagement zu geben und ein spezifisches Szenario am Beispiel des „Knowledge Management Portal“ von Partners HealthCare System (Boston, USA) zu zeigen.

Die Frage ist, welchen Nutzen die Einführung von Klinischem Wissensmanagement mit sich bringt. Offensichtlich explodiert die Menge des verfügbaren klinischen Wissens. Insbesondere steigt die Anzahl der Verbindungen und Abhängigkeiten zwischen den Wissenselementen bei gleichzeitiger Verteilung der Wissenselemente auf unterschiedlichste Systeme, Applikationen und Datenquellen. Diese zunehmende Komplexität macht eine manuelle Verwaltung und Wartung von verteiltem Wissen zu einer nicht zu bewältigenden Aufgabe. Verteilte Prozesse innerhalb der Organisation aber auch der Wissensaustausch über Unternehmensgrenzen hinweg, auf lange Sicht bis hin zum Patienten, erfordern eine „gemeinsame Sprache“ in Form von Standards, Strukturen und Terminologien. Ein systematischer Ansatz ist erforderlich – ein klinisches Wissensmanagementsystem (CKMS) wird benötigt.

Es ist allerdings nicht mit einem Stück Software getan. Ein CKMS muss die Implementierung und das Management von Computer-zugreifbarem und Computer-interpretierbarem klinischem Wissen unterstützen. Ein CKMS umfasst auch die Komponenten Organisation, Prozesse und Wissenselemente. Welche Rollen haben meine Fachexperten und Knowledge Engineers? Welche Wissens-Lebenszyklus Prozesse und Review Prozesse sind erforderlich? Und insbesondere: wie verwalte ich verschiedenste Wissenstypen vom Dokument bis hin zur ausführbaren Regel (die im Clinical Decision Support System benötigt wird)?

Gemeinsam mit Partners HealthCare System (Boston, USA) hat semedy ein solches CKMS (Clinical Knowledge Management System) entwickelt, welches auch anderen Krankenhäusern zur Verfügung gestellt werden kann. Im Vortrag wird nach der Einführung und dem Überblick zu Klinischem Wissensmanagement ein spezifisches Szenario am Beispiel des „Knowledge Management Portal“ von Partners HealthCare System gezeigt.