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Radiologie heute: Organisation: RIS/PACS Spracherkennung / Bildverarbeitung: vom Schnittbild zum 3D-Objekt

3D-Visualisierung des Innenohres aus einem CT-Datensatz mit Volume-Rendering

Arbeitsabläufe in der Radiologie

Teil 1: IT: RIS/PACS/Spracherkennung

In wenigen medizinischen Disziplinen ist die Anwendung der EDV so essenziell wie in der Radiologie. Die meisten radiologischen Abteilungen arbeiten heute voll digital. Sämtliche Dokumenten und Bilder werden digital gespeichert. Üblicherweise wird das Krankenhaus-Informationssystem (KIS) mit dem speziell für die Radiologie konfigurierten Radiologie-Informationssystem (RIS) vernetzt. Die Anmeldung von Patienten zur Untersuchung sowie Terminierung im RIS ist der 1. Schritt zur Durchführung einer Untersuchung. Abhängig von der Untersuchungsart werden die entsprechenden Geräte (MRT/CT usw) vom RIS mit den Daten der Patienten versorgt; von intelligenten Systemen auch die notwendigen Aufklärungsbögen generiert. Nach erfolgter Untersuchung erfolgt die EDV-gestützte Abrechnung. Die Befundung der im PACS gespeicherten Aufnahmen erfolgt in modern ausgestatteten Instituten heute schon routinemäßig mit der Spracherkennung. Im Vortrag wird der routinemäßige Arbeitsablauf beschrieben und anhand von Beispielen und Screen-Shots verdeutlicht. Die typischen Probleme einer voll digitalisierten Abteilung (abgestürtztes PACS etc.) werden natürlich auch erwähnt.

Teil 2: 3D-Bildverarbeitung

Die Schnittbild-Diagnostik mit MRT und CT hat sich in den letzten 10 Jahren revolutionär verändert. Insbesondere in der CT ist durch den Einsatz der Mehrschicht Spiral-CT Geräte die Erstellung von isotropen Volumen-Datensätzen zum Standard geworden. Mit modernen Workstations ist eine 3D-Nachverarbeitung dieser Datensätze möglich, die oft in hoher Qualität Zusatzaussagen ermöglicht. Während die einfachen Verfahren der multiplanaren Rekonstruktionen (MPR) und der Maximum Intensitäts Projektionen (MIP) relativ standardisierte Nachverarbeitungs-Algorithmen ermöglichen ist dies beim so genannten VolumeRendering (VR)  noch relativ schwierig. Durch die fehlende Standardisierung ist der Einsatz dieser hoch potenten Methode in der Routinediagnostik zur Zeit nur eingeschränkt sinnvoll. Im Vortrag sollen die vorhandenen Methoden der 3D Nachverarbeitung sowie deren Einschränkungen und Probleme anhand von konkreten Beispielen aus der klinischen Praxis vermittelt werden.