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IT-Infrastrukturen zur Unterstützung klinischer Forschung

Nicht erst seit dem Schlagwort der "Translationalen Forschung" spielt die Verzahnung der Krankenversorgung mit der Forschung in der Medizin eine besondere Rolle. Daten aus der Versorgung sollen möglichst zeitnah und ohne Medienbrüche für die Forschung nutzbar gemacht werden, und Forschungsergebnisse sollen möglichst rasch in der Versorgung aktiv eingebracht werden. Unter dem Stichwort "Single Source" wird z.Zt. aktiv auf die Integration von Daten aus Systemen der klinischen Routineversorung mit Forschungsdatenbanken gearbeitet. Neben technischen und semantischen Aspekten spielt eine datenschutzkonforme Umsetzung hierbei eine besondere Rolle.

Am Universitätsklinikum Erlangen stellt das MIK Plattformen zur Unterstützung von klinischen Forschungsprojekten sowie zur datenschutzkonformen Nachnutzung von Daten der Routineversorgung zur Verfügung:

Die Software "SecuTrial" wird produktiv in mehreren multizentrischen Studien zur elektronischen Datenerfassung über das Internet (incl. einer webbasierten Probandenselbsteingabe) eingesetzt. Unterstützungsangebote des MIK umfassen hierbei die Erstellung und elektronische Umsetzung von Erfassungsbögen (eCRFs), Anwenderschulungen und die Administration sowie das Hosting von SecuTrial-Instanzen.

Im Kontext sowohl des University Cancer Centers (UCC) als auch der GCKD-Studie zur Beobachtung der chronischen Niereninsuffizienz wird zur Zeit eine Biobank aufgebaut. Die Auswahl einer Softwarelösung als wesentliche Komponente der Biobank befindet sich in der Abschlussphase.

Seit 2003 wird an der Uniklinik Erlangen ein klinisches Data Warehouse betrieben, mit dessen Hilfe Daten aus verschiedenen administrativen und klinischen Systemen integriert und für Auswertungen zur Verfügung gestellt werden können. Neben dem Einsatz im Bereich des finanziellen und medizinischen Controllings spielt die Bereitstellung von Daten für Forschungsprojekte eine besondere Rolle. Die translationale Softwareplattform "i2b2" wird z.Zt. für den Einsatz in Kombination mit dem Data Warehouse evaluiert und wird neue Zugangswege auf den Datenbestand eröffnen.

Im Rahmen der Präsentation werden wir die Softwareanwendungen SecuTrial, Starlims (Biobank-Management-System) und i2b2 (Klinisches Data Warehouse) näher vorstellen.