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PEAK-Projekt: Kick-off am 12. Okt. 2021

Perspektiven des Einsatzes und Akzeptanz Künstlicher Intelligenz in der Versorgung

Wenn von Künstlicher Intelligenz, oder kurz KI, die Rede ist, können sich viele Menschen unter diesem Begriff nichts Konkretes vorstellen und sind zunächst skeptisch. In der medizinischen Forschung und der Gesundheitsversorgung sind mithilfe von KI jedoch große Fortschritte möglich. Die Perspektiven, aber auch die Akzeptanz des Einsatzes von KI in der Gesundheitsversorgung untersucht ein neues Projekt eines Konsortiums der Universitätsmedizin Halle und der FAU.

Das Projekt PEAK (Perspektiven des Einsatzes und Akzeptanz Künstlicher Intelligenz in der Versorgung) erforscht über drei Jahre die Sichtweisen von Ärztinnen und Ärzten, Patientinnen und Patienten sowie der Allgemeinbevölkerung auf KI – unabhängig von Krankheitsbildern. Es wird aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) mit rund 811.000 Euro gefördert.

„Projekte, die sich mit KI befassen, gibt es einige, allerdings oft auf ein Krankheitsbild und eine konkrete Zielstellung ausgerichtet. Wir wollen jedoch mit unterschiedlichen Methoden die allgemeine Akzeptanz von KI in der Gesundheitsversorgung erforschen und beziehen dazu auch ethische Aspekte mit ein. Denn es geht auch um die Frage, wie weit KI gehen darf. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Versorgungssituation im Alltag ein“, erläutert Projektinitiator Prof. Dr. Rafael Mikolajczyk vom Institut für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik der Universitätsmedizin Halle, der einen entsprechenden Fragebogen erstellen und die biometrische Auswertung vornehmen wird.

Befragt werden sollen in einer größeren Stichprobe etwa 500 Ärztinnen und Ärzte sowie rund 1.800 Patientinnen, Patienten und Mitglieder der Allgemeinbevölkerung. In das Projekt eingebunden sind dazu auch die Kooperationspartner des SMITH- und des MIRACUM-Konsortiums, denen die Universitätsmedizin Halle beziehungsweise die FAU angehören sowie das Forschungspraxennetzwerk Halle-Leipzig und die halleschen Institute für Allgemeinmedizin sowie für Geschichte und Ethik der Medizin.

KI kann bei der Diagnose und Eingrenzung von Krankheiten, beispielsweise unterstützend im Hautkrebs-Screening, oder bei der Vorselektierung von Bereichen, die mittels Bildgebung genauer betrachtet werden sollten, helfen. Welche Arten der KI in welchem Einsatzgebiet der medizinischen Versorgung in Deutschland bereits genutzt wird, ist bisher jedoch nicht systematisch erfasst. Auch das soll im Rahmen des „PEAK“-Projektes erarbeitet werden.

Näheres hierzu von den Pressestellen der FAU und der Universität Halle:

https://www.fau.de/2021/10/news/wissenschaft/wie-wird-ki-in-der-gesundheitsversorgung-akzeptiert/

https://www.medizin.uni-halle.de/news/studie-zu-akzeptanz-von-ki-in-gesundheitsversorgung