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Mobile Medikationsdokumentation auf Basis der AkdÄ-Spezifikation

14. Juli 2015, 11:15

Auf Basis der aktuellen Spezifikation zum „Medikationsplan 2.0“ der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) wurde eine mobile Anwendung implementiert, mittels der Patienten in ihrem persönlichen Medikationsmanagement unterstützt werden sollen. Dabei steht der Medikationsplan nach dem Einlesen der 2D-Datenmatrix über die Kamera im mobilen Gerät nicht nur zur Ansicht zur Verfügung. Ebenso kann die Medikationseinnahme durch tagesgenau generierte Einnahmepläne unterstützt werden, welche dann Erinnerungen durch das Mobilgerät erzeugen. Auf Basis der Tagespläne kann der Patient in einfacher Weise seine Einnahmen dokumentieren.

Die implementierte Anwendung ermöglicht Patienten die ständige Verfügbarkeit, Mobilität und ortsunabhängige Abrufbarkeit von wichtigen Medikationsdaten sowie die ebenso standortunabhängig funktionierende Erinnerung an notwendige Medikationseinnahmen bzw. deren Applizierungen. Im Rahmen der Implementierung zeigte sich, dass für einige Angaben der Spezifikation eine bessere Standardisierung sinnvoller wäre, als diese in einem Freitextfeld je Medikamentenverordnung zusammenzufassen. Dies gilt insbesondere für die Einnahmefrequenzen.

Darüber hinaus besteht perspektivisch die Möglichkeit, den Plan und die darauf basierenden Einnahmen mittels der Synchronisation in eine Patientenakte auch mit anderen Benutzern, beispielsweise Mitgliedern des Behandlungsteams, zu teilen oder aber z.B. Einnahmen u.a. Informationen an ein Pflege- oder Praxisinformationssystem zu übermitteln.

Im Rahmen des Kolloquiumsvortrages werden die gesammelten Erfahrungen und Schwierigkeiten mit der Spezifikation aus Entwickler- und Anwendersicht erläutert.