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Spitzencluster Verbundtherapie – Teilprojekt p³

Bisherige Arzneimittelinformationen und deren elektronische Umsetzung haben noch erhebliche Defizite. Die individuelle Patientensituation (Geschlecht, Verträglichkeit oder spezifische genetische Merkmale; insbesondere bei Polymedikationen) wird in bisherigen Systemen noch zu wenig berücksichtigt. Ebenso fehlen häufig Daten zur Hemmung des aktiven Transports und zur subzellulären Biolokalisation von Arzneimitteln.

Die Minimierung unerwünschter Arzneimittel(wechsel)wirkungen und die damit einhergehende Verbesserung der Patientenversorgung sind Ziel des vorliegenden Projektes. Das Projekt fokussiert auf die Pharmakotherapie von Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen, denn in diesem Feld stellen Therapieabbrüche aufgrund unerwünschter Wirkungen sowohl unter klinischen als auch unter Kostengesichtspunkten ein besonderes Problem der Arzneimitteltherapie dar.

Innerhalb des Projektes soll mit Hilfe eines chemoinformatischen Ansatzes, der die chemische Struktur und physikochemische Eigenschaften der Wirkstoffe berücksichtigt, ein daten- und modellgetriebenes Softwaremodul zur individualisierten, optimierten Pharmakotherapie für den ambulanten und stationären Bereich erarbeitet werden. Der Ansatz beruht auf der für den Anwender transparenten Integration dreier Säulen:

  1. Auf dem existierenden, in Datenbanken verfügbaren Wissen über Arzneimittel(wechsel)wirkungen.
  2. Auf den klinischen Patientendaten für die individualisierte Therapie.
  3. Auf strukturbasierten, chemoinformatischen Modellen, die mit maschinellen Lernverfahren erstellt werden.

Im Vortrag werden die bisher in der ersten Genehmigungsphase (bis 31.12.2012) erzielten Projektfortschritte und Zwischenergebnisse dargestellt.